Pogacar gewinnt zum fünften Mal die Tour de France

Tadej Pogacar hat zum fünften Mal die Tour de France gewonnen und sich damit in den Kreis der Rekordsieger des Wettbewerbs eingereiht. Der Sieg am 26. Juli 2026 markiert einen historischen Moment im Radsport, da Pogacar als fünfter Profi diesen Meilenstein erreicht. Er teilt sich diese Bestmarke mit Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain. Pogacar ist der jüngste Fahrer, der seinen fünften Tour-Triumph feiern konnte.
Nach insgesamt 3.289 Kilometern durch Frankreich erreichte der Slowene im gelben Trikot Paris am Champs-Élysées. Die letzte Etappe der 113. Tour konnte Pogacar zwar nicht für sich entscheiden, sicherte sich aber den Gesamtsieg mit einem deutlichen Vorsprung. Er gewann fünf Etappen während dieser Rundfahrt.
Die 21. und letzte Etappe mit Start und Ziel auf der Champs-Élysées wurde von 133 auf 88,7 Kilometer verkürzt. Dies geschah aufgrund der Verlegung von Sicherheitskräften in den Südwesten Frankreichs, wo diese zur Bekämpfung von Waldbränden benötigt wurden. Trotz der Kürzung blieb der Anstieg zur Basilika Sacré-Cœur Teil der Strecke, ein Abschnitt, der bereits bei den Olympischen Spielen 2024 bekannt wurde.
Etappensieg für van der Poel und weitere Platzierungen
Den prestigeträchtigsten Etappensieg der Rundfahrt sicherte sich der Niederländer Mathieu van der Poel. Er setzte sich wenige Kilometer vor dem Ziel von Pogacar ab und konnte seinen zweiten Etappensieg knapp über die Linie retten. Van der Poel äußerte sich erfreut über seinen Sieg, nachdem er die Etappe im Vorjahr krankheitsbedingt im Fernsehen verfolgen musste.
Im finalen Sprint verpasste der deutsche Sprinter Max Kanter das Podium und belegte den vierten Platz. Kanter zeigte sich enttäuscht über das knappe Ergebnis. Das Sprinttrikot ging an den Dänen Mads Pedersen vom Team Lidl Trek. Als bester Bergfahrer wurde der Ecuadorianer Richard Carapaz ausgezeichnet. Das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers erhielt der Mexikaner Isaac del Toro vom Team UAE Emirates, Pogacars Mannschaft.
In der Gesamtwertung erreichte Remco Evenepoel, der für das deutsche Team Red Bull-Bora-Hansgrohe fährt, den zweiten Platz mit mehr als sechs Minuten Rückstand auf Pogacar. Isaac del Toro wurde Dritter in der Gesamtwertung. Der französische Fahrer Paul Seixas belegte den vierten Platz.
Deutsche Beteiligung und Ausblick
Unter den besten Zehn der Gesamtwertung befand sich in diesem Jahr kein deutscher Fahrer. Der Deutsche Meister Felix Engelhardt erreichte als bester Deutscher den 70. Platz. Das Team Lidl Trek gewann die Mannschaftswertung, jedoch ohne deutsche Fahrer in ihrem Aufgebot.
Der Vorjahresdritte, Florian Lipowitz, musste das Rennen nach einem Sturz vorzeitig beenden. Pogacar äußerte sich nach seinem Sieg und deutete an, dass er möglicherweise ab dem 22. August bei der Vuelta starten könnte, einer Rundfahrt, die noch in seiner Liste der Triumphe fehlt.

Read Also
Source: bild.de