DFB-Gremien stimmen Klopp-Engagement zu, Mertesacker wird Geschäftsführer

Klopp übernimmt Bundestraineramt
Jürgen Klopp wird voraussichtlich der 13. Chefcoach der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Die Gremien des DFB, darunter Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG, haben dem Engagement des 59-Jährigen zugestimmt. Diese Entscheidung erfolgte nach dpa-Informationen bei einer digitalen Sitzung. Klopp folgt auf Julian Nagelsmann, der sein Amt nach dem Ausscheiden der Nationalmannschaft in der Zwischenrunde der WM in Amerika niederlegte.
Zusammen mit Klopp wurden auch seine langjährigen Assistenten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders sowie sein ehemaliger Spieler Sven Bender als zukünftige Co-Trainer genehmigt. Die offizielle Vorstellung von Klopp als Bundestrainer ist für 11:00 Uhr bei einer Pressekonferenz geplant.
Mertesacker wird DFB-Geschäftsführer
Neben der Ernennung von Jürgen Klopp stimmten die DFB-Funktionäre auch der Benennung von Per Mertesacker als neuem DFB-Geschäftsführer zu. Mertesacker wird die Nachfolge von Andreas Rettig antreten, der zum Jahresende aus dem Verband ausscheidet. Wesentliche Personalentscheidungen im DFB erfordern die Zustimmung der Funktionäre, welche in diesem Fall erteilt wurde.

Klopps Weg zum Bundestrainer
Die Karriere von Jürgen Klopp begann in Mainz, wo er sensationell nahtlos vom Spieler zum Trainer der Mannschaft wurde. Nach einer Niederlage unter Eckhard Krautzun im Februar 2001 übernahm Klopp nur zwei Tage später das Traineramt und führte das Team zu einem 1:0-Sieg gegen den MSV Duisburg sowie später zum Klassenerhalt in der Zweiten Liga. Er verpasste zweimal knapp den Aufstieg in die Bundesliga, was ihn jedoch für größere Aufgaben interessant machte.
Im Jahr 2008 wechselte Klopp zu Borussia Dortmund, nachdem er mit Mainz den Aufstieg verpasste. Dort traf er sich mit Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke. Seine Zeit in Dortmund wird als Glücksfall für die Vereinsgeschichte beschrieben. Zorc hob Klopps Fähigkeit hervor, eine ganze Stadt positiv zu beeinflussen und seine Begeisterung zu übertragen.
Mit seinem sogenannten „Heavy-Metal-Fußball“ führte Klopp den BVB zu zwei Meistertiteln und ins Champions-League-Finale 2012. Ein wiederkehrendes Muster in seiner Trainerlaufbahn ist, dass er nach intensiven Phasen, in denen er alle um sich herum antreibt, eine Pause einlegt und etwas Neues beginnt. Diese Dynamik führte ihn nach Dortmund und später zum FC Liverpool, und nun zum Amt des Bundestrainers.
Christian Heidel, der Mainzer Macher, betonte die Authentizität von Klopp, der stets er selbst geblieben sei. Diese Eigenschaft wird als ein Schlüssel zu seinem Erfolg angesehen. Die Zustimmung der DFB-Gremien ebnet den Weg für Jürgen Klopp, seine neue Rolle als Bundestrainer anzutreten.
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Source: welt.de