Klopp-Vorstellung: Effenberg kritisiert Äußerung zur Familie

Klopps erste Pressekonferenz als Bundestrainer
Jürgen Klopp wurde am Freitag als neuer Bundestrainer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vorgestellt. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt lieferte er die erwarteten Motivationssprüche, doch nicht alle Kommentare fanden bei ehemaligen Nationalspielern Anklang. Die Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen DFB-Bundestrainers wurde von Lothar Matthäus positiv bewertet, während Stefan Effenberg einen spezifischen Punkt kritisierte.
Matthäus lobte insbesondere Klopps Wahl seiner Assistenten. Er hob hervor, dass Mark Kosicke, Klopps bisheriger Berater, ihn zum Verband begleiten wird. Matthäus betonte, dass Kosicke und Klopp sich seit Jahrzehnten kennen und einhundertprozentiges Vertrauen zueinander haben. Er sieht es als Vorteil, jemanden an seiner Seite zu haben, der Dinge aus einer anderen Perspektive betrachtet und mit dem kontrovers diskutiert werden kann.
Team um den neuen Bundestrainer
Als Co-Trainer werden Peter Krawietz und Pepijn Lijnders, die langjährigen Assistenten von Klopp, sowie Sven Bender fungieren. Matthäus äußerte sich positiv über die Verpflichtung von Bender, einem ehemaligen Spieler von Klopp bei Borussia Dortmund. Er beschrieb Bender als jemanden, der nah am Fußball ist, sehr seriös arbeitet und einer anderen Generation angehört. Bender könne dem fast 22 Jahre älteren Klopp neue Impulse geben, da er den Fußball anders sieht und näher an der Spielergeneration sei, auch durch seine guten Kenntnisse im Nachwuchsfußball.

Auch die Einbindung von Per Mertesacker als künftiger Geschäftsführer Sport wurde von Matthäus begrüßt. Mertesacker, 2014-Weltmeister, langjähriger Nachwuchsmanager des FC Arsenal und TV-Experte, sei jemand, der seinen Job sehr ernst nehme und über den Tellerrand blicke. Matthäus resümierte, dass Mertesacker und Bender ruhige und seriöse Arbeiter seien, die viel im Fußball erlebt hätten und mit denen man gut aufgestellt sei.
Kritik und Erwartungen an Klopp
Trotz der positiven Einschätzungen mahnte Matthäus nach der Pressekonferenz, dass Klopp an Ergebnissen gemessen werden wird, ungeachtet seiner Ausstrahlung, Persönlichkeit und Erfolge. Er betonte, dass es nun darauf ankomme, wie die von Klopp gemachten Aussagen umgesetzt werden.
Auch Effenberg merkte an, dass Klopp seinen Worten Taten folgen lassen müsse. Die Aussage des Trainers, dass die Tür zur Nationalmannschaft für alle Spieler offen sei, interpretierte Effenberg als ein deutliches Signal für das Leistungsprinzip, an dem Klopp unbedingt festhalten müsse.
Allerdings missfiel Effenberg ein spezifischer Kommentar während Klopps erstem Auftritt. Er kritisierte, dass Klopp bei seiner Vorstellung direkt mit seinem Abschied gedroht habe, sollte seine Familie nicht in Ruhe gelassen werden. Effenberg befand, dass diese Äußerung nicht wirklich gepasst habe, räumte aber ein, dass dies typisch für Jürgen Klopp sei.
Die Vorstellung von Jürgen Klopp als Bundestrainer fand am Freitag statt.
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Source: web.de