Frankfurt: Effenberg kritisiert Klopps Äußerungen bei Bundestrainer-Vorstellung

Klopps Vorstellung als Bundestrainer
Jürgen Klopp wurde am Freitag offiziell als neuer Bundestrainer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bestätigt. Der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und FC Liverpool übernimmt damit die deutsche Nationalmannschaft. Seine langjährigen Assistenten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders werden ihn als Co-Trainer unterstützen, ebenso wie Sven Bender.
Lothar Matthäus äußerte sich positiv über die Wahl von Sven Bender als Co-Trainer. Er hob hervor, dass Bender nah am Fußball sei und sehr seriös arbeite. Matthäus betonte, dass Bender, der einer anderen Generation angehöre, dem fast 22 Jahre älteren Klopp neue Impulse geben könne, da er den Fußball anders sehe und näher an den Spielern sei. Zudem kenne sich Bender gut im Nachwuchsfußball aus.
Auch das Engagement von Per Mertesacker als Leiter der DFB-Akademie wurde von Matthäus gelobt. Er sah die deutsche Nationalmannschaft mit Mertesacker und Bender gut aufgestellt. Matthäus mahnte jedoch, dass trotz Klopps Ausstrahlung, Persönlichkeit und Erfolgen auch er an Ergebnissen gemessen werde, nachdem Klopp bei der Pressekonferenz alles gesagt habe, was man von ihm erwartet hatte.
Effenbergs Kritik an Klopps Äußerung
Nicht alle Kommentare von Jürgen Klopp bei seiner Vorstellung fanden die Zustimmung des früheren Nationalspielers Stefan Effenberg. Effenberg kritisierte insbesondere eine Aussage Klopps. „Dass er bei seiner Vorstellung direkt mit seinem Abschied gedroht hat, sobald man seine Familie nicht in Ruhe lässt – das hat nicht wirklich gepasst“, bemerkte Effenberg. Er fügte hinzu: „Aber so ist Jürgen Klopp nun mal.“
Diese deutliche Ansage Klopps an die Medien, die er bei seiner Vorstellung in Frankfurt machte, wurde auch international wahrgenommen. Klopp hatte erklärt: „Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg.“
Internationale Medien griffen diese Warnung auf. Die englische „The Telegraph“ schrieb, Jürgen Klopp drohe am Tag seiner Vorstellung mit Rücktritt vom Deutschland-Job und stelle ein Ultimatum. Die „The Sun“ berichtete von Klopps eindringlicher Warnung: „Lasst meine Familie in Ruhe“ und erwähnte, dass er den Job hinschmeißen würde, falls es Kritik unter der Gürtellinie gebe. Auch die italienische „Gazzetta dello Sport“ zitierte Klopps Warnung: „Keine persönlichen Angriffe, sonst gehe ich.“

Internationale Reaktionen auf die Ernennung
Die Ernennung von Jürgen Klopp zum Bundestrainer fand auch in der internationalen Presse große Beachtung. Die englische „BBC“ fragte, ob Klopp ein Messias oder bloße Kosmetik sei und ob er die Zweifler beim Wiederaufbau der deutschen Nationalmannschaft überzeugen müsse. Sie erinnerte daran, dass er einst als Fußball-Messias von Liverpool gefeiert wurde und nun für sein Land Wunder vollbringen solle.
„The Mirror“ bestätigte die offizielle Ernennung Klopps als deutschen Nationaltrainer und bezeichnete es als das am schlechtesten gehütete Geheimnis des Fußballs. Der „Daily Express“ hob ebenfalls hervor, dass Klopp mit sofortigem Rücktritt als deutscher Nationaltrainer drohte, nachdem er vorgestellt wurde.
Die italienische „Corriere dello Sport“ schrieb, dass Deutschland nach dem frühen Aus bei der WM 2026 auf die Erfahrung und die Ideen eines visionären Trainers wie Klopp setze. Die spanische „Marca“ betonte, dass sich nun alle Blicke auf Klopp richten würden. Sie hob seine Fähigkeit hervor, konkurrenzfähige Mannschaften aufzubauen, als große Hoffnung für ein Deutschland, das verlorenes Prestige zurückgewinnen und wieder um große Titel mitspielen wolle. Die Ankunft Klopps hebe zudem das Niveau der Trainerbänke der großen Nationalteams weiter an.
Das spanische Sportmagazin „Sport“ merkte an, dass der bisherige globale Fußballdirektor von Red Bull sich bewusst sei, dass der deutsche Fußball insgesamt eine Erneuerung benötige, auch in den Nachwuchsmannschaften und bei der Förderung junger Talente. Es gebe wohl kaum einen Besseren als Klopp, um dies zu erreichen, wie er bereits bei Liverpool unter Beweis gestellt habe. Sein intensiver Stil, seine Fähigkeit, eine Verbindung zu den Spielern aufzubauen, und seine Erfahrung in Situationen mit extrem hohem Druck machten Klopp zu einer äußerst wertvollen Verstärkung für den deutschen Fußball.
Die französische „L’Équipe“ kommentierte, dass Klopp mit 59 Jahren zum ersten Mal in seiner Karriere den Alltag eines Nationaltrainers erleben werde, mit der schweren Verantwortung, einem vierfachen Weltmeister, dem die Ergebnisse fehlen, neuen Schwung zu verleihen. „Le Monde“ sah seine Verpflichtung als passend zu einer Karriere, die auf dem Wiederaufbau kriselnder Mannschaften basiere. Das US-Portal „ESPN“ stellte die Frage, ob Klopp nach einer zweijährigen Auszeit der richtige Mann für diesen Job sei und ob der Job der richtige für ihn sei. Es wurde betont, dass der deutsche Fußball nach mehr als einem Jahrzehnt der Enttäuschungen einen Kulturwandel benötige, und es kaum jemanden gebe, der diesen Wandel besser vorantreiben könnte als Klopp. Jürgen Klopp wurde am Freitag als neuer Bundestrainer des Deutschen Fußball-Bundes bestätigt.
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Source: web.de