Philipsen gewinnt 17. Etappe der Tour de France und belebt Kampf ums Grüne Trikot

Jasper Philipsen vom Team Alpecin-Premier Tech hat die 17. Etappe der Tour de France in Voiron gewonnen. Dieser Sieg ist sein erster bei der diesjährigen Tour und bringt ihn in der Sprintwertung näher an den Führenden Mads Pedersen heran. Philipsen liegt nun mit 445 Zählern nur noch sieben Punkte hinter Pedersen, der 452 Punkte hat. Es wird erwartet, dass der Kampf um das Grüne Trikot bis zur Schlussetappe in Paris am Sonntag spannend bleibt.
Im Zielsprint nach 174,7 Kilometern von Chambéry nach Voiron setzte sich Philipsen vor dem Schweizer Mauro Schmid und dem Niederländer Olav Kooij durch. Philipsen zeigte sich erleichtert über den Erfolg, nachdem er in den bisherigen fünf Massensprints der 113. Auflage der Tour de France nicht an seine früheren Leistungen anknüpfen konnte. Vor diesem Sieg hatte der 28-Jährige in seiner Karriere bereits zehn Tour-Etappen gewonnen. Er betonte, dass die ersten zwölf Tage „schrecklich“ gewesen seien und widmete den Sieg seinem Team, das stets an ihn geglaubt habe.
Der deutsche Straßenmeister Felix Engelhardt war während der Etappe lange Zeit in einer Ausreißergruppe aktiv. Er trug dazu bei, dass andere Teams die Nachführarbeit leisten mussten. Engelhardts Einsatz spielte auch eine Rolle dabei, dass sein Teamkollege Schmid von der Equipe Jayco AlUla den zweiten Platz belegte. Engelhardt beschrieb den Tag als „chaotisch und hart“ und merkte an, dass es von Anfang an ein Kampf um die Position in den Gruppen gewesen sei.
Schmid äußerte sich nach der Etappe zufrieden mit seinem zweiten Platz. Er erklärte, dass die Vorbereitung gut gewesen sei, er aber in der ersten Woche der Tour und bei der Tour de Suisse Schwierigkeiten mit der Hitze gehabt habe. Mit sinkenden Temperaturen fühle er sich nun freier. Schmid war in der letzten Kurve 300 Meter vor dem Ziel am Hinterrad von Joshua Tarling positioniert, um den Sprint für seinen Teamkollegen Michael Matthews anzuziehen. Matthews konnte jedoch nicht folgen und wurde Neunter.
Engelhardt fand sich im Laufe der Etappe immer wieder in starken Gruppen wieder, darunter auch eine kleine, elitäre Gruppe, die sich nach einer Beschleunigung von Pedersen bildete. Zu dieser Gruppe gehörten auch Michal Kwiatkowski, Edward Planckaert, Jasper Stuyven und Ben Healy. Engelhardt kommentierte seine Rolle in dieser Gruppe als „die kleinste Kerze auf dem Kuchen“.
Die Gruppe um Engelhardt hatte zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung, wurde aber 15 Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Stuyven, der sich nach dem Zwischensprint 26 Kilometer vor Schluss abgesetzt hatte, wurde elf Kilometer später ebenfalls eingeholt. Engelhardt zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Leistung seines Teams, da sie taktisch alles richtig gemacht und in jeder Spitzengruppe mit mehreren Fahrern vertreten gewesen seien. Er hob hervor, dass Schmid „momentan fliegt“ und noch viel möglich sei.
Read Also
Source: sueddeutsche.de